Häufige Fragen & Themen

Kurz und knapp beantwortet.

Energetisch: Schon nach drei bis sechs Monaten hat eine Windenergieanlage den Strom produziert, der für ihre Herstellung benötigt wurde. Während ihrer Laufzeit von 20 Jahren erzeugt sie gut 40- bis 80-mal so viel Energie, wie für ihre Herstellung, Nutzung und Entsorgung eingesetzt wird.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

Außerdem kann ein Windpark nach seiner Laufzeit verlängert oder mit aktueller Technik „repowered“ werden und somit noch effizienter werden.

Der so genannte „Disco-Effekt“, also widerspiegelndes Sonnenlicht an den Rotoren, ist passé, seitdem Windräder mit nicht-reflektierenden Farben gestrichen werden.

Eiswurf kann zustande kommen, wenn Wasser (von Regen oder Schnee) im Winter durch die kalte Luft an den Rotorblättern gefriert. Löst sich dieser Eisbrocken vom Rotorblatt, spricht man von „Eiswurf“. Um dieser Gefahr vorzubeugen, werden je nach Anlagentyp entweder Blattheizungen, die die Vereisung verhindern, in die Rotorblätter eingebaut oder spezielle Eisdetektorsysteme angebracht, die die Anlage bei Temperaturen unterhalb des Gefrierpunktes automatisch abschalten. Zusätzlich werden über ein Rundsteuersignal Warnleuchten betätigt.

Parallel zu den Brutvogel- und Zugvogelkartierungen wurden detaillierte Beobachtungen und Kartierungen zu Fledermäusen erhoben, um mögliche Beeinträchtigungen ausschließen zu können. Je nach Verhalten, werden die Anlagen gezielt abgeschaltet, um die Fledermäuse nicht zu stören. Bei den Hegauwind-Standorten ist es üblich, daß die BImSchG-Genehmigung entsprechende Abschaltzeiten vorschreibt.

Als Infraschall wird Schall mit sehr niedriger Frequenz (< 20 Hertz) bezeichnet. Dieser Schall liegt außerhalb des menschlichen Hörbereichs. Neben vielen natürlichen Quellen, beispielsweise der Meeresbrandung oder Gewittern, emittieren etwa Autos oder Windkraftanlagen Infraschall.
Verschiedene Gutachten belegen allerdings, dass die Sorgen von Anwohnern durch tieffrequente Schallemissionen eines Windparks gesundheitlich beeinträchtigt zu werden, unbegründet sind.

Auszug aus Bericht des BUND über den Windpark Verenafohren:

„Die Waldrodungen haben keineswegs einen Verlust der Biodiversität mit sich gebracht. Eher ist das Gegenteil der Fall“. Auf dem steinigen Kalkboden im Windparkgebiet habe sich eine artenreiche Waldsaumgesellschaft entwickelt, die auch für Insekten und andere Tiere attraktiven Lebensraum schafft.

Quelle: BUND Naturschutzzentrum Westlicher Hegau

Moderne Windräder lassen sich fast vollständig verwerten. Derzeit liegt die Recyclingquote bei 80 % – 90 % der Gesamtanlage. Bei dem Recycling der Verbundwerkstoffe der Rotorblätter besteht noch das größte Potential zur Steigerung der Recyclingquote. Stahlbauteile werden im Stahlwerk der Produktion von neuem Stahl hinzugefügt. Die Betonteile der Anlage können nach einer Aufbereitung z.B. im Straßenbau weiter verwendet werden.

Damit ist gemeint, dass alte, kleine Windkraftanlagen abgebaut und durch neue, große Anlagen ersetzt werden. Grundsätzlich ist Repowering sehr sinnvoll, weil mit weniger Anlagen deutlich mehr Strom produziert wird. Allerdings ist dafür eine neue Baugenehmigung nötig, welche nicht immer erteilt wird, z.B. weil die alten kleinen Anlagen nahe an einem Ortsrand stehen.

Der Rückbau von Windkraftanlagen wird in der Baugenehmigung  insolvenzsicher geregelt. Entweder durch eine Rückbaurücklage auf einem Sperrkonto oder durch eine Rückbaubürgschaft einer Bank.

Je nach Wetter und Stand der Sonne werfen die Rotoren von Windenergieanlagen einen bewegten Schatten, den Menschen als unangenehm empfinden können. Beschattungszeiten von maximal 30 Stunden pro Jahr und 30 Minuten pro Tag gelten als nicht erheblich belästigend. Ein Schattenwurfgutachten untersucht deshalb schon vor der Genehmigung, ob die Grenzwerte eingehalten werden. (Quelle: Windenergie in Hessen S. 17 Stand Mai 2015)

Vielleicht ist es Ihnen auch schon einmal selbst aufgefallen, dass Windkraftanlagen immer wieder trotz Wind stillstehen. Unsere Stillstände sind aber beinahe immer geplant und gehen auf den Naturschutz, geplante Abschaltungen oder Routine-Wartungen zurück. Der mit Abstand häufigste Grund ist die Fledermaus-Abschaltung. Diese kann bis zu einem Viertel ausmachen (bezogen auf die Jahresstunden) aber zum Glück nur wenige Prozent (bezogen auf die Jahresstrommenge). Das liegt daran, daß Fledermäuse bei starkem Wind nicht unterwegs sind, dann aber der meiste Strom geerntet wird.